Freude


J. beim Urlaubsfotos zeigen: „Wir sollten die Eifel mit ein paar irischen Landeiern bevölkern, damit das Leben hier bunter und freundlicher wird. Die können wenigstens feiern.“

Und dieses Foto erst. Wow.

Ja, die Muse in mir findet den Herrn ein bisschen sexy. Immer schon. Niemals würde sie einen Club verlassen, während er auflegt.

1.
Acht Teller, nicht spülmaschinengeeignet, dafür extrem hübsch und mit Goldrand.

2.
Eine Lampe mit kleinen, so wie sie jetzt steht, nicht wahrnehmbaren Flecken auf dem Schirm. Als Ersatz für ein zu Bruch gegangenes Ikeading. Besser so.

Preis: Alles zusammen 16 Euro.
Darüber hinaus durfte ich erstklassige Veranstaltungsräume besichtigen.
Es kann also weitergehen. Man muss nur wissen, wo.

„Es ist vorbei wenn man uns misst an etwas das man schnell vergisst. Das ist es doch was ihr vermisst. Weil es ein Geheimnis ist.“

Justus Köhncke hören. Doppelleben. Dazu andreaffm lesen. Tanzen. Hilft.

Der Carl Craig Remix im Wohnzimmer fühlt sich ähnlich an wie die Panoramabar an einem sonnigen Wintermorgen. Ideal, um den Provinzmuff im Kopf zu vertreiben und tanzend Bücher einzuräumen. Ein dankbarer Musenknicks dafür.

Anmerkung: Ich bin mit Carl Craig, den Junior Boys und den Betreibern des Berliner Clubs Berghain/Panoramabar nicht verschwistert, verschwägert und auch sonst nicht verwandt. Außerdem weise ich ausdrücklich darauf hin, dass ich für die Erwähnung dieser Namen kein Geld oder andere Zuwendungen erhalte. Sie dient einzig und allein der Kommunikation eines ganz besonderen Gefühls, das alle kennen, die dies oder ähnliches schon einmal erlebt haben. Ein Glücksgefühl, das zu beschreiben fast nicht möglich ist.

als ein viel zu protziger Sportwagen ungebremst über die Böschung raste. Platsch. Die Wasseroberfläche teilte sich und der Fluss verschlang blubbernd das Fahrzeug. Trotz der Tragik des Geschehens war dies ein schöner, weil seltener Anblick: Scheinbar frisch polierter Lack funkelte türkis in der untergehenden Sonne, bedeckt mit Millionen von Wasserperlen, darüber durchquerte ein aufgeschreckter Fischreiher im Tiefflug das Bild. Gerade noch rechtzeitig schaffte die hellwache Beifahrerin den Sprung aus dem fahrenden Wagen und entriss so ihren schlanken Körper in letzter Sekunde dem sicheren Tod. Bis auf ein paar Kratzer, Prellungen und den Schock ihres Lebens blieb sie unversehrt. Ich eilte zu ihr, legte zur Beruhigung meine Decke um ihre Schultern. Gemeinsam warteten wir auf die von mir benachrichtigten Retter. Diese jedoch kamen für den Fahrer zu spät. Der fette Sack nahm ein qualvolles Ende, gefangen in den Spezialgurten, die er wie andere kleine Besonderheiten mit den Einnahmen aus einem von ihm am Rande der Legalität betriebenen Bordell finanziert hatte. Doch das ist eine andere Geschichte, die zu einer anderen Zeit erzählt werden soll, an einem anderen Ort. Für heute ist Ruhe. Nur ein paar verstört umherschwimmende Fische, die Reifenspuren am Ufer und der aufgewühlte Schlamm lassen noch den nicht ganz zufälligen Unfall erahnen, der sich hier ereignet hat.

So ist es richtig: Mit Kunst und Kultur gegen rechts. Deutschland, schau nach Halberstadt!

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