Schon viermal hatte ich heute ein Callcenter der Deutschen Telekom an der Strippe, dessen Mitarbeiter mir die Zustimmung zur konzernweiten Nutzung meiner Daten zu Marketingzwecken entlocken wollten. Erst gab es einen kurzen abgelesenen Monolog über mehr Kundenfreundlichkeit: jede Menge Blabla zum Kommunikationsunternehmen der Superklasse, das mich in Zukunft gezielt über meine Vertragsdaten und andere tolle Sachen informieren möchte, da das ja als Kunde mein gutes Recht sei. Auf meine Frage, warum T-Mobile nun plötzlich für erwartbaren Kundenservice eine extra Zustimmung benötigt, konnten mir die Damen leider keine zufriedenstellenden Antworten geben. Sie gaben von sich, was auf dem Bildschirm vor ihnen abzulesen war, mehr nicht. Es würde sich ja gar nichts für mich ändern, ich solle also bitte endlich zustimmen.

Ich kann sehr blöd sein in solchen Situationen, man muss mir dann immer wieder alles erklären, sonst verstehe ich solche Vertragsgeschichten einfach nicht. Am liebsten hätte ich den zu unterzeichnenden Vertrag in schriftlicher Form per Post bekommen. Das allerdings wäre nicht möglich, erklärte mir die Magenta-Maus. Da mein Staunen kein Ende nehmen wollte, wiederholte sie mehrfach den ihr vorliegenden Text und ich hoffte derweil kopfschüttelnd, dass ihr irgendwann selbst auffallen würde, welchen Müll sie mir ins Ohr drückt. Da die Erkenntnis ihrer eigenen Inkompetenz hörbar ausblieb und die Telefonistin sich und ihren Arbeitgeber mit dem Argument, dass mit meiner Zustimmung endlich der ganze Magenta-Spam aufhören würde, nur immer weiter der Peinlichkeit preisgab, ließ ich sie zunächst fortfahren. Ich bin ja kein Unmensch und durchaus des Mitleidens mit merkbefreiten Minijobberinnen fähig und bereit.

Gegen Ende des Gesprächs erklärte sie mir dann allerdings, dass nun ein Aufnahmegerät eingeschaltet würde, um die Zusammenfassung der Leistungen und meine Zustimmung aufzuzeichnen. Von „es ändert sich für sie ja gar nichts“ plötzlich kein Ton mehr: es folgte eine knackige juristendeutsche Zusammenfassung dessen, was mir gerade in verschwurbeltem Marketingsprech angedreht wurde. Statt einem einfachen Ja auf dem Band musste das Telefonhässchen schlussendlich mit einem klaren „Nein, ich stimme der Deutschen Telekom AG ganz sicher nicht zu, meine Daten innerhalb des Konzerns zu Marketing- und sonstigen Zwecken hin und her zu schieben, weil dieses Unternehmen mein Vertrauen schon vor längerer Zeit verspielt hat“ meinerseits vorlieb nehmen. Sie versuchte noch ein paar Mal zaghaft, mir das ersehnte „Ja“ zu entlocken, gab dann jedoch entnervt auf.

Eine Möglichkeit der Ablehnung dieses freundlichen Vertragsangebotes durch selbstständig denkende Kunden scheint bei der Telekom nicht vorgesehen, erhielt ich doch nach meinem deutlichen und mehrfachen NEIN gleich zwei weitere Anrufe, bei denen mir wieder in gebrochenem Deutsch (es klang sogar, als würde dieselbe Person es wiederholt versuchen) derselbe Mist angedreht werden sollte.

So nicht, Freunde der Blasmusik! Jedenfalls nicht mit mir.

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