Eine kleine Erinnerung für Tage, die eigentlich gar nicht doof sind, aber sich so anfühlen. Zum Nachvorneschauen.

– Zur Jobentscheidung gezwungen worden, wie so oft auf das Herz statt den Geldbeutel gehört und festgestellt, dass mein Herz sich kaum noch zu sprechen traut.

– Einen kräftigen Schlag auf den Hinterkopf bekommen und mit Warnblinker sowie dem Gefühl, ohnmächtig zu werden, nachts am Straßenrand gestanden, was die wenigen Vorbeifahrenden einen Dreck interessiert hat.

– Ein Brand sorgte dafür, dass aus meiner Dinnerverabredung nicht einmal ein Krankenbesuch wurde.

– Festgestellt, dass auf meiner Festplatte nicht mal mehr Platz für die Handysoftware ist.

– Der Tatsache ins Auge geblickt, dass mein altes Leben nach den Psychofoltergeschichten wirklich nicht mehr da ist und ein neues auch irgendwie fehlt.

– Die Musik nicht einmal mehr angemacht mit dem Wissen, dass sie mich eh kalt lassen würde.

– Mir wurde zur Begrüßung auf unangenehme und erniedrigende Art und Weise an den Hintern gefasst und ich habe es versäumt, mich dagegen zu wehren.

– Es hat sich mal wieder jemand fast vor der Tür mit dem Motorrad totgefahren.

– Den Versuch gewagt, mich bei einem ehemals persönlich wichtigen Menschen zu melden und Schweigen geerntet.

– Eine dicke Spinne hat sich im Bad versteckt.

Und jetzt sehe ich auch noch Sternchen und weiß, dass mindestens die Hälfte des neuen Tages für Arztbesuche draufgehen wird. Es kann wohl hoffentlich trotzdem nur besser werden.

Advertisements