Mein Schädel brummt und irgendwas drückt von innen auf mein linkes Auge. Dank der vollkommen überflüssigen Aggressivität eines kleinen Spackers bin ich an diesem sonnigen Tag ans Bett gefesselt. Es sollte eine lustige Nacht werden: Die Geburtstagsfeier eines alten Bekannten. Für die meisten, und auch für mich ein paar Stunden lang, war es ein fröhliches Fest. Doch leider stellte sich mein Talent, zur falschen Zeit am falschen Fleck zu sein, irgendwann als extrem zuverlässig heraus. Wie immer jedoch mit viel Glück im Unglück, stand ich mit dem Rücken zur Tür, als zwei Idioten kurz nacheinander den Laden betraten. Andernfalls wäre jetzt meine Nase platt, denn es ging alles viel zu schnell, um auszuweichen. Der eine ging sofort auf den anderen los, als dieser noch keine zwei Sekunden im Raum war. Es gab ein kurzes Gerangel und die beiden wären wohl ineinander verhakt auf dem Boden gelandet, hätte ihnen mein Körper nicht den Weg versperrt. Ich bin mir nicht ganz sicher, was meinen Kopf von hinten mit solcher Wucht getroffen hat, dass ich ein paar Kilometer vor meinem Heimatort sogar das Autofahren aufgrund akuter Schwindelanfälle aufgeben und mich abholen lassen musste. Wahrscheinlich war es der Schädel des Initiators der Rangelei, zusammen mit dem Gewicht des anderen. Mir bleibt nur Bettruhe und die Hoffnung, dass es dem kleinwüchsigen Wichser, über dessen Freund und seine kleinkriminellen Machenschaften hier noch in anderem Zusammenhang zu lesen sein wird, noch schlechter geht als mir.

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