Hinter dem Tresen zu arbeiten fördert die Kommunikationsfähigkeit, erdet und bietet zahlreiche Möglichkeiten für anthropologische Studien. Manchmal jedoch liegt der größte Vorteil in der sicheren Anwesenheit der Barfrau während eines bestimmten Zeitfensters. Es ist eine Freude, wenn altbekannte Gesichter wiederholt diese Gelegenheit nutzen, sich jedes Mal mehr zu Hause fühlen und so ihre Zuneigung sowie ihr Vertrauen bekunden.

Natürlich kann ein solcher Vorteil ebenso zum Nachteil werden. Doch der Rausch, den die Barfrau mit jedem weiteren ausgeschenkten Getränk verstärkt, lässt Masken fallen und eröffnet dem wachsamen Auge einen Blick auf die dahinter ruhende Persönlichkeit. Eine hässliche Fratze bleibt zuletzt bei wenigen. Und wenn dies einmal vorkommt: Nun, dann bleibt der Barfrau das Hausrecht, dem unerwünschten Gast die Tür und den Verbliebenen eine umso stärkere Gemeinschaft.

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