Der Tisch voller Flaschen, Asche, ein paar Zigarettenschachteln. Auch den schlechten Rotwein hatten wir geleert. Mit Cola, weil anders nicht trinkbar. Wir hatten das angestrebte Ziel erreicht, hatten so viel getrunken, dass es unmöglich war, den Rest dieser Nacht getrennt zu verbringen. Einmal nur. Zusammen einschlafen und wieder aufwachen. Nur wir beide. Zu feige, um nüchtern zu bleiben, zu weise, um mehr zu wollen. Mittendrin Schweigen. Raum für Blumfeld, dem wir bewundernd lauschten. „Sich selbst im Schönen im Unendlichen heilen, das ist der wahnsinnige Akt meiner Revolte“. Wir, benebelt, konnten kaum noch folgen. Doch diese Nacht hat uns verbunden. Die Musik, der Wein, die Kissenschlacht, nach der ich müde in deinen Armen zur Ruhe kam.

Elf Jahre später bist du wieder da. Ich bin wieder hier. Kein Wort in all der Zeit war nötig, um jetzt mehr denn je zu vertrauen. Mit dir zieht das Gefühl von damals ein in das Leben von heute, lässt mich meiner Wurzeln sicher sein. Wieder Blumfeld. Stundenlang. Danke.

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