Theoretisch können alle auf dieser Welt mit allen überall zu jeder Zeit miteinander Auge in Auge kommunizieren, jeder kann von jedem zu jeder Zeit wissen, was der jeweils andere gerade denkt, tut und wie er sein Leben lebt.

Klar ist das klar. Vom weltweiten Riechen und Schmecken sind wir ja auch nicht mehr weit weg. Trotzdem krass, wenn man sich die Veränderung der Kommunikation und die historische Entwicklung der Werkzeuge des Menschen von einem anderen Planeten aus gesehen vorstellt. Fehlt das Auge, klingt das Geschnatter heute wohl ähnlich dem Geschnatter vor langer Zeit, nur vielleicht chaotischer und weniger melodisch. Örtlichkeit erfordert weniger Fokus, globale Bilderflut macht das Netz wirklich.

Ob die Damen und Herren in Heiligendamm über sowas manchmal nachdenken? Schön wär’s. Sich vorzustellen, aus der Hauptstadt zurück in eines der strukturschwächsten Gebiete Deutschlands zu ziehen, wo die DSL-Flatrate ein Privileg ist und man sogar ohne E-Mail prächtig durchs Leben kommen würde, bringt jedenfalls auf solche Gedanken.

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