Der himmelblaue Oldtimer hat uns wieder rausgetragen ins Umland, dieses Mal auf den Spuren von Bert Brecht und Helene Weigel. Der Blick aus dem brechtweigelhaus durch den Garten zum Schermützelsee, auf dem die Sonnenstrahlen verheißungsvoll glitzern, lässt die Quellen vermuten, die Brechts Gedankenfreiheit nährten. Hier schrieb er die Buckower Elegien. Zeitlos trotz Zeitangabe:

Die Lösung

Nach dem Aufstand des 17. Juni
ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands
in der Stalinallee Flugblätter verteilen
auf denen zu lesen war, daß das Volk
das Vertrauen der Regierung verscherzt habe
und es nur durch verdoppelte Arbeit
zurückerobern könne. Wäre es da
nicht doch einfacher, die Regierung
löste das Volk auf und
wählte ein anderes?

Ganz groß, der Mann. Nicht nur wegen seiner Radiotheorie. Leider ist das eigentliche Brecht-Haus (das ehemalige Gärtnerhaus nebenan, im Schmuckstück wohnte nämlich die Weigel) samt Pavillon in Privatbesitz und für Touristen nicht zugänglich. Barfuß durch den Blütenregen laufen, noch mehr Traumhäuser und der erste Spargel des Jahres ließen diesen kleinen Schatten jedoch schnell verblassen.

Nachtrag: GeldoderLeben würde Brecht wohl gefallen. Meine Vermutung.

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